Bettnässen: Für viele ein Tabuthema
Was hilft gegen nächtliches Einnässen?

Nächtliches Einnässen, auch Enuresis nocturna genannt, ist für viele Erwachsene ein Tabuthema. Dabei treten derartige Beschwerden nicht nur bei Kindern auf, sondern können alle Altersgruppen betreffen. Kinder müssen erst lernen, nachts den Urin zu halten. Das Problem löst sich bei ihnen deshalb oft nach einiger Zeit oder mit ein bisschen Training von alleine. Bei Erwachsenen ist die Situation eine andere. Das Bettnässen bei Erwachsenen tritt unerwartet auf und kann die Betroffenen stark verunsichern. Allerdings stecken oft medizinische oder andere Gründe dahinter, die sich aber normalerweise gut behandeln lassen.

Ursachen für das Bettnässen als Erwachsener

Für das Bettnässen gibt es vielfältige Gründe. Sie reichen von genetischen Ursachen bis hin zu medizinischen Beschwerden. Auch die Psyche kann bei erwachsenen Bettnässern eine wichtige Rolle spielen. Zu den möglichen Ursachen gehören:

  • ein Mangel des Hormons ADH, das nachts die Blasenaktivität steuert
  • eine überaktive Blase
  • Alkoholgenuss
  • Probleme bei der Wahrnehmung der gefüllten Blase, während man schläft
  • psychische Ursachen wie Stress oder Traumata
  • genetische Ursachen
  • Einnahme bestimmter Medikamente
  • Verstopfung
  • Nieren- oder Blaseninfektion

In Korea wurde eine landesweite Studie zum Thema „Bettnässen bei jungen Erwachsenen“ durchgeführt. Mehr dazu erfahren Sie hier (in englischer Sprache).

So kann der Arzt helfen

Wo auch immer die Gründe liegen: Der erste Weg sollte zum Arzt führen. Allerdings ist vielen Betroffenen ihr Problem so peinlich, dass sie sich nicht trauen, darüber zu reden. Dafür gibt es jedoch keinen Grund. In vielen Fällen kann bereits der Hausarzt weiterhelfen. Wenn nicht, kann er den Patienten zum Urologen überweisen.

Hat der Arzt die Ursache für das nächtliche Einnässen gefunden, gibt es verschiedene Möglichkeiten, es zu therapieren. Spielen psychische Beschwerden eine Rolle, kommen zum Beispiel Psychotherapie oder Methoden zur Stressreduzierung zum Einsatz. Bei Infektionen werden Medikamente verschrieben, die die eigentlichen Beschwerden lindern und somit auch gegen das Bettnässen helfen. Liegt ein Mangel an ADH vor, kann dieser ebenfalls mit Medikamenten behoben werden.

Tipps zur Selbsthilfe für bettnässende Erwachsene

Neben medizinischer Hilfe gibt es einige Möglichkeiten, die Erwachsene, die sich nachts einnässen, einfach in ihren Alltag integrieren können. Diese Tipps ersetzen keinen Arztbesuch, sie können aber zusätzlich zur Therapie eingesetzt werden.

  • abends weniger trinken, vor allem keinen Kaffee oder Alkohol
  • Lebensmittel mit hohem Wasseranteil vermeiden
  • vor dem Schlafengehen mehrmals die Toilette aufsuchen
  • Blasentraining
  • eine Klingelmatte, die ein akustisches Signal gibt, sobald sie auch nur mit wenig Feuchtigkeit in Berührung kommt. Der Betroffene wird wach und kann rechtzeitig die Toilette aufsuchen.

Inkontinenzprodukte für ein sicheres Gefühl

Das Bettnässen verunsichert Betroffene häufig. Für ein sichereres Gefühl beim Schlafen können entsprechende Inkontinenz- und Schutzprodukte für die Nacht sorgen. Sie sind diskret, bieten aber zuverlässigen Schutz. Dazu gehören TENA Inkontinenz-Einlagen für Frauen und TENA Inkontinenz-Unterwäsche für Frauen. Männer greifen zu TENA MEN Premium Fit Protective Underwear. Zum Schutz der Bettwäsche eignen sich die TENA Bed Produkte.

Diesen Artikel teilen
Fanden Sie diesen Artikel gut / hilfreich?
Ja

Nein

Weitere neue Artikel
Ähnliche Artikel aus APOTHEKEN/FACHHANDEL