Harnwegsentzündung
Darum ist im Winter das Risiko höher

Bei kalten Wintertemperaturen steigt das Risiko einer Blasenentzündung. Aber warum eigentlich?

„Setz dich nicht auf den kalten Boden. Du kriegst eine Blasenentzündung.“ Viele haben das als Kinder von ihren Eltern gehört. Aber stimmt es überhaupt? Schließlich hat auch die Erkältung in 85 % aller Fälle wenig mit Kälte, aber viel mit Viren zu tun.

Heute weiß man: Die Warnung der Eltern war durchaus berechtigt. Denn auch wenn Bakterien eigentlich ein warmes Klima bevorzugen: Ein ausgekühlter Körper macht es ihnen leichter.

Schlechte Durchblutung ist gut für Keime

Ein warmer Körper ist gut durchblutet. Bei Kälte ziehen sich die Gefäße zusammen und die Durchblutung wird schlechter. Das heißt auch, dass der Körper aktiver sein muss, um unsere Körpertemperatur zu halten und alle Organe mit dem nötigen Blut zu versorgen.

Im Fall der Blase heißt das: Treffen diese Vorgänge zusammen mit einer erhöhten Keimzahl im Körper, kann die Entzündung deutlich einfacher in die Blase aufsteigen. Hinzu kommt, dass eine gut durchblutete Schleimhaut Keime meist bekämpfen kann, während eine schlecht durchblutete das nicht schafft.

Wenn Ihre Kunden von einer Blasenentzündung kalt erwischt wurden, ist es wichtig zu erfragen, welche Beschwerden vorliegen. Bei starken Beschwerden wie Blut im Urin oder Fieber ist ein Arztbesuch unerlässlich. Bei leichten Beschwerden hilft auch Selbsthilfe, zum Beispiel durch:

  • eine Wärmflasche auf dem Unterbauch
  • warme Bäder, die Durchblutung und Selbstheilung anregen
  • Naturheilmittel wie Goldrutenkraut, Bärentraubenblätter oder auch Cranberries

Darüber hinaus gibt es auch einige nützliche Hausmittel, die Blasenentzündungen vorbeugen oder sie bekämpfen. Dazu gehören:

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