Reizblase
Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Reizblase: Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Plötzlich kommt das dringende Gefühl auf, eine Toilette aufsuchen zu müssen, doch die Blase ist gar nicht voll? Das könnte auf eine Reizblase hindeuten. Das Gefühl, es nicht mehr rechtzeitig auf die Toilette zu schaffen und sich deswegen nicht mehr gänzlich unbeschwert und frei bewegen zu können, schränkt im Alltag ein und kann auch psychisch belasten. Erfahren Sie in diesem Artikel alles über das Thema Reizblase: Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten.

Symptome einer Reizblase

Wer am Tag zehnmal oder sogar bis zu dreißigmal die Toilette aufsuchen muss – und das auch vermehrt in der Nacht –, leidet wahrscheinlich an einer Reizblase. Betroffene spüren einen starken und plötzlichen Harndrang, sehr häufig besteht Blasendruck, manchmal kommt es auch zu Schmerzen oder Krämpfen im Unterbauch; die Urinmenge beim Toilettengang ist oft jedoch sehr gering.

Aufgrund einer Fehlfunktion von Nerven wird dem Gehirn übermittelt, dass die Blase entleert werden muss; tatsächlich ist sie aber kaum gefüllt. Die Blasenwandmuskulatur zieht sich zusammen und löst einen plötzlichen, dringenden Harndrang aus, der auch zu einem unfreiwilligen Harnabgang (Drang- oder Belastungsinkontinenz) führen kann. Die Symptome ähneln denen einer Blasenentzündung, die allerdings durch Bakterien ausgelöst wird. Bei einer Reizblase liegt jedoch keine organische Störung vor.

Woher kommt der Reiz?

Es ist noch nicht ausreichend erforscht, was genau den Harnreiz auslöst. Allerdings ist auffällig, dass deutlich mehr Frauen von einer Reizblase betroffen sind. Hormonelle Veränderung während der Wechseljahre, ein hormonelles Ungleichgewicht während und nach Schwangerschaften, Krebserkrankungen, Schlaganfälle und Diabetes können Gründe sein. Es gibt aber auch Männer mit gereizter Blase. Da die Regulation der Blasenmuskelaktivität gestört ist, kann die Ursache entweder im zentralen Nervensystem liegen oder Folge einer Erkrankung sein. Auch wenn sich keine eindeutige Ursache ausmachen lässt, ist es wichtig, eine Reizblase frühzeitig zu erkennen. Denn in den meisten Fällen ist sie gut mit Medikamenten, Übungen und natürlichen Hilfsmitteln therapierbar.

Reizblase behandeln

Sollte einer Ihrer Patienten unter einer Reizblase leiden, können Sie mit bestimmten Übungen die Symptome lindern und die Blase stärken. Auch zur Vorbeugung sind solche Übungen von Vorteil.

  • Beckenboden trainieren: Mit gezielten Beckenbodenübungen wird die Muskulatur gestärkt und damit ungewolltem Urinverlust entgegengewirkt. Des Weiteren verhindert regelmäßiges Beckenbodentraining, dass die umliegenden Organe zu stark auf die Blase drücken und sie damit reizen.
  • Blase trainieren: Beim Trainieren der Blase lernen Betroffene, die Intervalle zwischen den Toilettengängen gezielt zu verlängern und die Menge an Urin zu erhöhen, die die Blase halten kann. Sobald der Patient den Drang verspürt, zur Toilette gehen zu müssen, soll er diesem noch für fünf Minuten widerstehen. Funktioniert das, wird dieser Zeitraum nach und nach ausgedehnt.
  • Ausreichend trinken: Es mag paradox klingen, doch die Blase kann durch zu wenig Trinken zusätzlich gereizt werden. Das liegt daran, dass dann der Säuregehalt im Urin erhöht ist. Auch bestimmte Getränke und Lebensmittel können die Blase reizen. Betroffene sollten daher unter anderem auf scharfes Essen, Lebensmittel mit hohem Säuregehalt, kohlensäurehaltige Getränke, Kaffee und Alkohol verzichten, beziehungsweise diese wenigstens reduzieren, um die Blase zu schonen.

Mehr Sicherheit

Menschen mit einer Reizblase fühlen sich oft in ihrem Alltag eingeschränkt, denn sie befürchten, es nicht mehr rechtzeitig bis zur Toilette zu schaffen. In dieser Zeit können Produkte von TENA dabei helfen, diese Unsicherheit zu reduzieren. Bei leichtem Harnabgang eignen sich für Frauen die TENA Inkontinenzeinlagen für Frauen oder TENA Inkontinenz-Slipeinlagen für Frauen. Eigens für Männer konzipiert sind die diskreten und sicheren TENA MEN Inkontinenzeinlagen.

Reizblasen-Checkliste: Alles auf einem Blick

Wenn Sie mehr Details über behandelnde oder vorbeugende Maßnahmen erfahren möchten, laden Sie sich einfach unsere Reizblasen-Checkliste herunter. So haben Sie und Ihre Mitarbeiter Symptome, Ursachen, Behandlungsmöglichkeiten einer Reizblase sowie geeignete vorbeugende Maßnahmen immer zur Hand.

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