Veganer und Vegetarier
Das ist wichtig für Ihre Beratung

Vielleicht haben Sie es auch bereits bemerkt: der Anteil der sich vegan und vegetarisch ernährenden Kunden ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Auf den ersten Blick ist so ein spezieller Kunde zwar nicht zu erkennen, trotzdem neigt diese Zielgruppe dazu, direkt zu sagen, was Sache ist.

Wer sich bewusst dazu entschieden hat, auf Fleisch, Fisch oder auf allgemein tierische Produkte zu verzichten, hat sich bereits seine Meinung gebildet. Diese Kunden wünschen sich eine qualitative Beratungsleistung seitens des Fachhandels – keine Bekehrung. Aber warum auch? Bei einer ausgewogenen Ernährung kann eine vegane oder vegetarische Lebensform sehr gesund sein.

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Wer verzichtet auf was?

Vegetarier essen kein Fleisch, Pescetarier essen kein Fleisch aber Fisch und Veganer essen nichts von alledem – oder doch mehr? Wer was isst und welche Ernährungsformen es gibt, haben wir Ihnen hier auf einen Blick zusammengefasst. So können Sie im direkten Beratungsgespräch schnell und richtig reagieren.

Verschiedene Ernährungsformen von Vegetariern, Veganern und Pescetariern:

Alt gegen neu

Wer sich dazu entscheidet, vegan zu leben, macht dies aus ethischen oder fitnessorientierten Gründen. Demnach kann man Veganer in zwei Gruppen einteilen:

Alt-Veganer: missionarisch, aus Überzeugung, leben bereits sehr lange vegan
Neu-Veganer: hedonistisch, streben nach körperlicher Fitness, folgen einem Trend

Beide Gruppen sind sehr gut über Lebensmittel und ihre Inhaltsstoffe, die eigene Ernährungsweise und über Nahrungsergänzung informiert. Somit steht Ihnen eine kritische, misstrauische jedoch sehr finanzstarke und gebildete Käuferschaft gegenüber.

Aha!

Was frischen Neu-Veganern häufig noch nicht so bewusst ist: Gelatine und Lactose werden am häufigsten in Arznei- und Nahrungsergänzungsmitteln verwendet. Honig gilt als natürliches Süßungsmittel und Bienenwachs hilft bei der Herstellung von Dragees. Hier wird sich der Kunde über eine freundliche Erweiterung seines veganen Wissensschatzes freuen.

Was steckt drin?

Ein berechtigter oder ein in den Internet-Foren ausgelöster Hype? Die Nachfrage nach Nahrungsergänzungsmitteln ist auf jeden Fall gestiegen. Hier kommt Ihre feinfühlige Beratung ins Spiel. Ihre wichtigste Empfehlung: Regelmäßig einen Check-Up beim Arzt machen lassen. So kann genau festgestellt werden, ob und was dem Körper bei längerer veganer oder vegetarischer Ernährung fehlt!

Da die Frage nach veganen Medikamenten und Nahrungszusatzpräparaten einen hohen Rechercheaufwand mit sich bringen kann, sollten Sie wissen, was drin ist. Auch, um nicht bei einer versehentlichen Falschberatung in die Schublade der Unglaubwürdigkeit gesteckt zu werden.

Tipp:

Führen Sie eine Liste mit veganen Nahrungsergänzungsmitteln und Arzneimitteln. So geben Sie und Ihr Team Ihren veganen Kunden eine perfekte Beratung zu Produkten ohne tierische Inhaltsstoffe. Versuchen Sie durch Gespräche feinfühlig herauszufinden, was der Kunde braucht und ob und in welcher Weise er vegan lebt.

Erst ernähren, dann ergänzen

Bevor bei einem Nährstoffmangel zu Nahrungsergänzungsmitteln empfohlen wird, sollte jeder Kunde darüber aufgeklärt werden, dass dieser Mangel durch bestimmte Nahrungsmittel aufgefangen werden kann. Wichtig ist eine ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen wie Calcium, Jod, Eisen, Vitamin B12. Achtung: auch hier sind viele Inhaltsstoffe tierischen Ursprungs.

Die einfachste Empfehlung bei den häufigsten Mangelerscheinungen:

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