Adipöse Patienten im Pflegealltag
 

Adipositas ist ein weltweites Problem, das auch in der Pflege immer häufiger zu Schwierigkeiten führt. Allein in Deutschland sind etwa zwei Drittel der Männer und die Hälfte der Frauen übergewichtig. Je etwa ein Viertel beider Geschlechter ist sogar stark übergewichtig, also adipös.* Und die Tendenz ist steigend.

Welche Herausforderungen bringt Übergewicht in der Pflege mit sich?

Egal, warum ein Betroffener zu viele Pfunde auf die Waage bringt – ab dem Moment, in dem spezielle Hilfsmittel für übergewichtige Bewohner benötigt werden, steht eine Institution vor einigen Herausforderungen. Alltägliche Pflegesituationen wie die Körperhygiene verlangen vor allem von Pflegern körperliche Höchstleistungen. Doch mit dem richtigen Know-how, den passenden Hilfsmitteln und etwas Kreativität gelingt es, auch adipöse Patienten gut zu versorgen.

Erschwerend kommt hinzu, dass Betroffene, die unter Adipositas leiden, bei der Körperpflege meist weniger gut mithelfen können als andere Pflegeheimbewohner. Damit Pflegende sich und ihren Rücken nicht überlasten, sollten sie daher Patienten mit Adipositas stets zu zweit versorgen. Auch Hilfsmittel, beispielsweise ein Lifter, erleichtern die Mobilisierung übergewichtiger Menschen maßgeblich und unterstützen das rückenschonende Arbeiten und damit die Gesundheit der Pfleger.

Auf die richtigen Hilfsmittel kommt es an

Ein adipöser Patient benötigt oft besondere Hilfsmittel, die für sein Körpergewicht ausgelegt sind. Wichtig dabei: Achten Sie beim Einsatz von Hilfsmitteln wie Toilettenstühlen, Rollstühlen oder Rollatoren darauf, dass diese für die Gewichtsklasse ihres Nutzers geeignet sind. Die meisten Hilfsmittel gibt es in der Regel auch in einer XL- oder XXL-Ausführung.

Adipositas-Patienten richtig beraten

Nicht jeder Mensch war sein ganzes Leben lang über- oder schwergewichtig. Häufig sind Betroffene unglücklich mit ihrem Gewicht. Daher ist eine umfangreiche Beratung unerlässlich für das Wohlbefinden und die Gesundheit des adipösen Patienten. Entwickeln Sie zum Beispiel gemeinsam mit dem behandelnden Arzt einen Ernährungs- und Bewegungsplan, um das Körpergewicht langfristig langsam zu reduzieren – und damit auch das Risiko für andere Krankheiten. Dazu gehören unter anderem Diabetes Typ 2, Arthrose, Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Erkrankungen bestimmter Organe, Unfruchtbarkeit (bei Männern) oder auch Depressionen. Eine gesündere Ernährung und regelmäßige Bewegung können dazu beitragen, das Übergewicht und das damit verbundene Risiko für Folgeerkrankungen so gut es geht zu minimieren.

Adipositas ist auch Hautsache

Mehr Gewicht bringt nicht nur ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen oder Diabetes mit sich, sondern hat auch Auswirkungen auf die Haut. Drei von vier adipösen Patienten leiden unter dermatologischen Auffälligkeiten wie Dermatitis oder Schuppenflechte. Passen Sie daher die Körperpflegeroutinen so an, dass Feuchtigkeit verhindert und die Atmungsaktivität verbessert wird. Auf diese Weise können Sie die Anfälligkeit für Hautschäden deutlich reduzieren und einer Dermatitis vorbeugen.***

Inkontinenzversorgung leichter gemacht

Übermäßiges Körpergewicht kann auch die Blasenkontrolle beeinträchtigen. Unzureichende Inkontinenzpflegeprodukte führen dazu, dass sie auslaufen und häufiger gewechselt werden müssen. Speziell auf die Bedürfnisse adipöser Patienten zugeschnitten, kann Sie das TENA Bariatric Sortiment bei einer individuellen und optimalen Pflege unterstützen:

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* Robert Koch-Institut 2014, Studie DEGS1, Erhebung 2008–2011
** Hautnah Dermatologie 45, 2008, 249
*** Lichterfeld A, et al. Evidence-Based Skin Care: A Systematic Literature Review and the Development of a Basic Skin Care Algorithm. J Wound Ostomy Continence Nurs. 2015; 42(5): 501-524.
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Quellen:
https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Themen/Uebergewicht_Adipositas/Uebergewicht_Adipositas_node.html#:~:text=Zwei%20Drittel%20der%20M%C3%A4nner%20(67,ist%20stark%20%C3%BCbergewichtig%20(adip%C3%B6s)
https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/wissen/adipositas/folgeerkrankungen

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