Arthritis und Inkontinenz
Wie hängt beides zusammen?

Rein physiologisch besteht zwar kein direkter Zusammenhang zwischen Rheumatoider Arthritis oder Arthrose und Inkontinenz. Dass entzündliche Gelenkerkrankungen trotzdem Einfluss auf die Blasenfunktion haben können, zeigt dieser Artikel.

Zahlen und Fakten bestätigen, was jede Pflegekraft aus Erfahrung weiß: Arthritis und Arthrose sind ausgesprochen häufige Erkrankungen.

Arthrose

  • Betrifft ab dem 60. Lebensjahr gut die Hälfte aller Frauen und ein Drittel der Männer.
  • Hüftgelenk-Arthrose befällt beide Geschlechter gleichermaßen.
  • Frauen leiden im Alter doppelt so oft an einer Arthrose der Knie- und Fingergelenke.

Rheumatoide Arthritis

  • ist die weltweit häufigste entzündliche Gelenkerkrankung: etwa 0,5 bis 1 Prozent der Menschen leiden darunter.
  • Auch hier sind Frauen öfter betroffen: etwas dreimal häufiger als Männer.

Beide Erkrankungen schränken die Mobilität ein, was bei vielen Betroffenen die Angst auslöst, es nicht rechtzeitig zur Toilette zu schaffen. Auch bereiten steife Finger oder Gelenke Probleme beim Herunter- oder Ausziehen der Kleidung. Um sich zu schützen, greifen Menschen zu Maßnahmen, die eher neue Probleme schaffen:

Sie gehen vorsorglich – auch ohne direkten Harndrang – auf die Toilette.
Geschieht das regelmäßig, verliert die Blase an Volumen und muss häufiger entleert werden.
Sie trinken weniger.
Dadurch wird der Urin konzentrierter, was die Blase reizen und zu Inkontinenz führen kann.
Sie bewegen sich weniger.
Weil Bewegungen schmerzen. Aber: Weniger Bewegung – und weniger Flüssigkeitszunahmen – führen zu Verstopfung. Ein voller Darm drückt auf die Blase, was den Beckenboden schwächt und ebenfalls Inkontinenz begünstigt.

Das bedeutet für die Pflege:

  • Achten Sie bei Bewohnern mit Arthritis und Arthrose auf das Miktionsverhalten.
  • Um Inkontinenz und/oder Verstopfung vorzubeugen, sind ausreichend Flüssigkeit und Bewegung hier besonders wichtig.
  • Erklären Sie Bewohnern gegebenenfalls, warum weniger trinken nicht hilft, sondern eher schädlich ist.
  • Regen Sie die Betroffenen an, sich ausreichend zu bewegen.

Sollte sich dennoch eine Inkontinenz entwickeln, finden Sie bei TENA die passenden Produkte.

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